DAI Journal Reihe

Das Design der DAI Journal Reihe

Die Herausforderung – ein Corporate Design für 12 traditionsreiche Fachpublikationen zu entwicklen, indem diese als Reihe erscheinen als auch mit jeweils eigener Identität, für print und web.

Schon seit über 100 Jahren publiziert das Deutsche Archäologische Institut seine wissenschaftliche Arbeit in eigenen zahlreichen Fachzeitschriften weltweit. Diese sind meist historisch gewachsen und von den DAI Standorten publiziert, auf Deutsch, Englisch oder Landessprache.

Im Zuge einer technischen Neukonzeption brauchte es ein Konzept für die visuelle Erscheinung und Zusammengehörigkeit der einzelnen Publikationen in zwei Formaten – als Buch und Website. (siehe den Beitrag „Wissenschaftlich Publizieren – als Buch und online“ und „DAI Journal Viewer Trailer“).

Die zentralen Werte für den Designprozess wurden definiert als offen und transparent, wissenschaftlich, modern und im Verbund. Wichtige Designmerkmale sollten das jeweilige Logo einer Publikation und dessen Farbe sein. Die Namensgebung der Publikationen und die sich daraus ergebenden Buchstabenkürzel wie zum Beispiel „AA“ für „Archäologischer Anzeiger“ oder „MM“ für „Madrider Mitteilungen“ waren ausschlaggebend für die Logoentwicklung.

Das daraus entwickelte Designkonzept beruht einerseits auf dem Spiel sich überlagernder, transparenter Flächen und andererseits auf einem verbindenden Band. Die 2 bis 5 Buchstaben, auf welchem die Logo-Initialen basieren, werden so konstruiert, als wären sie aus einem transparenten Band gelegt. Dieses Band verbindet nicht nur die Buchstaben sondern auch symbolisch die unterschiedlichen Publikationen miteinander. Schnittstellen oder Überlappungen des umgelegten Bandes sind farblich hervorgehoben. Die Logos sind durch ihre unterschiedlichen Buchstabenkombinationen und Farben alle individuell und doch verbindet sie ihre Art der Konstruktion, um den Wiedererkennungseffekt einer Familie zu garantieren.


Für so eine umfangreiche Reihe sollte das Design klar und einfach sein, besonders im Hinblick auf die vielen Einzellogos und Publikationsformate. In der Anwendung des Designs wird es komplex genug. Zum Beispiel setzen gedruckte Formate eine Skalierbarkeit der Marke voraus. Digitale Formate sind dagegen dynamisch und beweglich. So braucht ein Logo unterschiedliche Versionen, je nach Ausspielung.

Hier findet sich das jeweilige Designkonzept der Buchstaben und Farben in allen Bereichen der Gestaltung wieder – dem Buchumschlag, Seitenlayout und der Typografie bis hin zum Header und der Navigation der Online-Version jedes Einzelartikels einer Publikation. Mit den visuellen Elementen – Logo, Farbe, Typografie – die sich innerhalb einer stringenten Struktur bewegen, ist eine unverkennbare Marke definiert. Sie ist konsistent über alle Formate und doch differenziert innerhalb der unterschiedlichen Standort Publikationen.

Diese starke visuelle Struktur ist maßgebend für die Orientierung innerhalb der Publikationen und deren sehr spezifischen Inhalte. Vor allem dient die visuelle Struktur der Wiedererkennung und Zuordnung des Urhebers, trotz unterschiedlichster Kanäle (print/web) und Orte weltweit. Ein Artikel, ob nun in der Buchausgabe oder im online Format, ist inhaltlich sowohl als auch visuell unverkennbar in seiner Lesbarkeit der DAI Journalreihe zuzuordnen.

Buchumschläge der gebundenen Publikationen
Buchseiten des „Archäologischen Anzeigers“
Einzelartikel der Publikationen im Viewer Format
Viewer-Format responsive

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